Führen mit System macht Mitarbeiter motivierter

Führen mit System macht Mitarbeiter motivierter

Wenn Gäste die Tische verlassen, erscheint sofort ein Mitarbeiter, der die Stühle zurechtrückt und die Tische mit einem feuchten Tuch abwischt. Beim Zurücklaufen stoppt der Mitarbeiter noch einmal und dreht sich um. Er kontrolliert das Gesamtbild. Stehen die Stühle nicht im gewünschten Quadrat, werden sie zurechtgerückt. Egal wann wir kommen. In unserer Lieblingseisdiele ist es immer ordentlich und sauber. Wir bekommen immer ein Lächeln und wenn wir Fragen haben, erhalten wir immer eine gute Antwort. Es herrscht Zufriedenheit unter den Mitarbeitern. Man kann es spüren. Sie tragen auch offensichtlich gerne Verantwortung wobei dies ohne Anwesenheit des Chefs passiert. Er muss sich schließlich noch um andere Eisdielen, die Produktion usw. des Unternehmens kümmern. Dieser Chef managt mit System und das beweist: Führen mit System macht Mitarbeiter motivierter. Mitarbeiter wollen Leistung zeigen. Das Gefühl der persönlichen Leistung ist eine starke Antriebskraft und führt zu Motivation und Zufriedenheit. Diese Führungsmethode ist nicht abhängig von der Firmengröße, sondern von der Einstellung der Unternehmer und Chefs. Entscheidend ist der Willen.

Die Einstellung zur Führung muss sich ändern

„Wenn ich es nicht selber mache …!“ So der häufigste Satz von Chefs und Führungskräften. Nicht selten nehmen sie das Werkzeug selbst in die Hand und zeigen, was sie können. Die Mitarbeiter sehen zu, wobei der Lerneffekt gleich Null ist. Führung durch Impulsivität! Sie rückt die Führungskraft immer wieder in den Mittelpunkt. Natürlich hat sie (fast) immer Recht. Die Folgen sind Rückzug der Mitarbeiter, Passivität ungeachtet der aktuellen Situation und Erfordernisse. Sie warten, bis man ihnen sagt, was zu tun ist. Warum sollten sie aktiv werden? Jede eigenständige Handlung wäre falsch. Es gibt keine Orientierung. Die Führungskraft ist zu impulsiv. Diese Art zu Führen war vor Jahren notwendig und erfolgreich. Alles Wissen für einen Auftrag oder eine Aufgabe befand sich im Kopf des Chefs oder des Vorgesetzten. Sie hatten den Überblick. Der geht mit zunehmender Arbeitsdichte immer mehr verloren. Deshalb muss sich die Einstellung zur Führung verändern.

Führen braucht Klarheit

Die Anzahl der Aufgaben von Chefs und Führungskräften hat sich in den letzten Jahren, vorsichtig geschätzt, um das 50-Fache erhöht, wobei auch die Anforderung an das Wissen gestiegen sind. Die Komplexität und Vielzahl der Werkzeuge, z. B. Mail, Social Media usw., steigt weiter, weil auch die Digitalisierung unerbittlich antreibt. Wer versucht mit der alten Einstellung alles unter einen Hut zu bekommen wird scheitern, frustriert und ungeachtet dessen, nicht selten krank. Analysiert man diese Situation fällt auf, dass sich das Verhältnis zwischen Tages- und Führungsaufgaben verschoben hat. Abhängig von der Position ist der Anteil der Führungsaufgaben wesentlich größer geworden. Je höher man steht in der Hierarchie, je mehr ist es die Aufgabe der Führungskraft für ein Rahmen zu sorgen indem Mitarbeiter Aufgaben ohne direktes Eingreifen der Führungskraft erledigt werden. In der Eisdiele ist dieser Rahmen perfekt gelungen. Jeder weiß, wie es der Chef haben will und jeder weiß auch, wie dieser Anspruch erfüllt werden kann. Vor allem ist klar warum das so sein muss.

Führen heißt Aufgaben festlegen

Die Änderung der Führungseinstellung erfordert ein Umdenken. Weg vom „ich muss alles selbst machen“ hin zu „welche Rahmen muss ich schaffen, dass meine Mitarbeiter ohne mein Eingreifen handlungsfähig sind?“ Am Beispiel der Eisdiele wird deutlich, dass dort zweifelsohne Aufgabenbeschreibungen, Anleitungen und Spielregeln existieren. Das Ziel des Unternehmers liegt auf der Hand: Bestes Eis und eine Umgebung, in der sich die Kunden wohlfühlen, so oft wie möglich wiederkommen und ihn natürlich weiterempfehlen. Diesem System liegen Werte wie Sauberkeit, Ordnung und Freundlichkeit zugrunde. Über diese Themen redet der Chef wieder und immer wieder. Er geht mit gutem Beispiel voran, hält z. B. alle Sauberkeitsregeln ein und redet mit seinen Leuten über das, was wichtig ist, und warum es wichtig ist. Erfolgreiche Chefs haben gemeinsam, dass sie Aufgaben, Anleitungen, Werte und Spielregeln niederschreiben und wiederholen, damit sie nicht in Vergessenheit geraten. Die Inhalte beschreiben gelebte Kultur: „Wie es bei uns gemacht wird“.

Führen ist Teil der Kultur

Führen ist Teil der Kultur ist Teil des Systems. Jedes Unternehmen hat eine Kultur – ob Ein-Mann-Betrieb oder ein Unternehmen mit 100 Mitarbeitern. Die Kultur besteht aus der Art und Weise, wie sich jeder im Alltag sowohl intern als auch extern verhält. Kultur beeinflusst die erzielten Ergebnisse sehr stark. Die Kern-Frage ist, ob Kultur zufällig entsteht oder aktiv vom Chef nach seinen Vorstellungen gestaltet worden ist. Besser ist Sie erschaffen selbst eine Kultur, in der jeder Mitarbeiter weiß, worauf es (Ihnen und dem Kunden) ankommt. Diese Inhalte sind Bestandteil eines UnternehmensCockpit. Das ErfolgsCockpit der ErfolgsMeisterei verfügt über ein Leitbild ebenso, wie eine Mitarbeiterdatenbank in der die zugeordneten Aufgaben eingetragen werden können. Mitarbeiter sollen als selbstverständlich ansehen, dass bestimmte Dinge getan oder eben nicht getan werden. Nur so stellen Sie sicher, dass Ihre Kultur für Sie arbeitet und nicht gegen sie. Eine wirksame Unterstützung ist ein Mitarbeiterworkshop, wie ihn die ErfolgsMeisterei anbietet.